Archiv der Kategorie: Das Labor

Die Eigenschaften der Luft #SchwarzeFedern

Lunchzeit im magischen Labor! Selbst Lizzy macht nun eine Pause und hat sich als Dienstmädchen (inklusive Häubchen) getarnt, um dem Gespräch mit Abraham Darby besser lauschen zu können. Als kleine Einführung, wen wir hier gleich erwarten, der Brief, mit dem Darby um dieses Treffen bat:

Werter Oscar Tendelion,

ich ersuche Ihre Hilfe als Student des von uns gegangenen Professor Propys. Als einer seiner Doktoranden tauschte ich mich rege mit ihm über die „Zwei Welten“ und mögliche Lebewesen in anderen Welten aus. Die Vorfälle von Bath überraschen mich daher nur bedingt. Gerne würde ich Ihre Meinung zu einigen meiner Thesen über die Sídhe hören, die ich in meiner Dissertation „Die Eigenschaften der Luft“ publizieren möchte. Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich am Montag um 13 Uhr bei Ihnen willkommen bin.

Hochachtungsvoll,
Abraham Darby, Doktorand

Nun, ich bin gespannt… Ah, es hat geklopft!

 

 

 

Die neuesten Gerüchte #SchwarzeFedern

Viele von Ihnen waren vermutlich nicht in der Lage, am Samstagnachmittag in den Hyde-Park zu kommen. Ich traf dort auf L, die Person, die mir bei einem Empfang zu Ehren des Professors einen Hinweis zugesteckt hatte, dass ich sie treffen solle. Tatsächlich ist L. identisch mit Lizzy aus dem Testament von Sir Propys, wie Sie ja schon vermutet hatten. All die Fragen, die ich an sie hatte, führten jedoch meist zu Gegenfragen, so dass ich den gestrigen Tag nutzte, und in den Club des Professors ging, um mehr herauszufinden über die Verbindung von Propys und Lizzy. Es ist natürlich nicht so einfach, englischen Gentlemen Geheimnisse zu entlocken, doch die richtige Mischung aus Gin und Schmeichelei können Wunder wirken. Ein Wunder habe ich auch in Erfahrung gebracht, glaube ich: Mein hochverehrter Professor Propys, Junggeselle seit ich ihn kenne, scheint eine „enge Verwandte“ gehabt zu haben… Enge Verwandte! Wer ist Lizzy denn nun eigentlich? Stand sie deswegen im Testament? Warum hielt er sie im Verborgenen?

Einer seiner Clubkollegen erzählte mir, wie Professor Propys berühmt wurde. Vor zwanzig Jahren, kurz vor der Veröffentlichung der „Zwei Welten“, war Dr. Samuel Propys (wie er damals noch hieß) auf einer Forschungsreise in England und Schottland. Als er nach London zurückkehrte mied er für ein halbes Jahr seinen Club. Zuerst mutmaßten seine Freunde, dass es am Buch und seiner Arbeit liege, doch bald kamen ihnen Zweifel, als einer von ihnen, der öfters in den Armenvierteln medizinische Hilfe leistete, Propys dort traf. Sie sprachen nie darüber und als sein Buch erschien und er die Zwei-Welten-Theorie begründete, rückte dies auch in den Hintergrund. Ich bemühte mich daraufhin auch, im Club jeglichen Verdacht zu zerstreuen und mache mich nun mit Feuereifer – wie von Lizzy ja bereits angeregt – an die Lektüre der „Zwei Welten“.

Um davor nochmals zusammenzufassen, was wir bereits wissen und wonach ich Ausschau halten muss:

Bath versank in #SchwarzenFedern, es wurde sehr laut und kurz darauf waren Stadt und Umgebung verschwunden. Vogelfänger glauben, dass die Federn nicht von Vögeln stammen. Ein Gerichtsdiener, der nach Bath unterwegs war, wurde verrückt und liegt nun in Bedlam. Der Professor wurde mit zwei Kollegen nach Bath geschickt und von M. aufgespießt in einem Baum gefunden. Ob seine Leiche noch Hinweise verbirgt?! (ich möchte gar nicht weiterdenken) Die Bauern der Umgebung berichten, dass Kinder verschwinden und ähnliche Gräueltaten. Sie bekämpfen angebliche Monster und Ungeheuer mit Knoblauch und vernagelten Türen. Der Professor versteckte eine Verwandte vor der Öffentlichkeit und einen Teil seiner Bibliothek. Ein Buch ohne Titel und eine dicke Ausgabe der Zwei Welten stechen besonders ins Auge. Unerklärlicherweise ist das namenlose Buch jedoch leer, die „Zwei Welten“ überprüfe ich nun.

Es liegen hier bestimmt noch weitere Hinweise verborgen! Was meinen Sie?

Das Testament

Sie haben ja so recht, das Testament. Ich muss etwas unternehmen, muss herausfinden, was hinter dem Tod von Professor Propys steckt!

Testament - #SchwarzeFedern

 

DIE SEITEN SIND LEER! Drei Umschläge, drei leere Seiten. Was für eine Enttäuschung! Ich verstehe das nicht… Was hatte der Professor nur zu verbergen? Vielleicht können Sie mir helfen? Haben wir einen Experten für solcherlei Dinge unter uns? Wenn ja: gerne würde ich Euch dieses Rätsel übergeben, noch kann ich nicht klar genug dafür denken.

Der Schlüssel…

Natürlich konnte ich mich nicht  beherrschen. Seit der Professor das Haus verlassen hatte, schlich ich zwischen Bibliothek und seinem Sekretär hin und her, den Schlüssel in der Hand.

#SchwarzeFedern - Schlüssel

Bis ich es dann jetzt wirklich nicht mehr aushielt. In der Schublade fand sich erstaunlich wenig. Ein großer Umschlag mit dem Vermerk „Testament“, das lasse ich selbstverständlich zu.  Und, ich muss es zu meiner Schande gestehen, eine Notiz des Professors an mich:

Verbotene Früchte willst du also naschen! Ja, mein lieber Oscar, ich kenne dich und dein magisches Labor recht gut, habe dich oft in meiner Bibliothek bei heimlichen Studien beobachtet. Um deinen Wissensdurst zu stillen, versuche es doch hier:

„Herabgestürzt vom hohen Himmel, nieder
In diese Tief´, und im gesammten fall
Ich mit“

Ich freue mich auf deinen Bericht bei meiner Rückkehr!

Meine Ohren leuchten immer noch rot! Am schlimmsten ist aber, dass ich das Zitat nicht einordnen kann. Von Religion war hier nie die Rede, was will er mir also sagen, und wo soll ich meine Suche starten?

Bath ist verschwunden!

Mit schockierenden Neuigkeiten kehrte Prof. Propys aus seinem Club zurück: Ganz Bath ist verschwunden! Bauern im Umkreis mehrerer Wegstunden wollen nachts einen ohrenbetäubenden Lärm von Flügeln und Stimmen, knarrenden Ästen und heulenden Winden gehört haben. Dann wurde alles ruhig – wie sich nun herausstellte waren Stadt, Bewohner und näheres Umfeld zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr. Am Morgen war ein Gerichtsdiener nach Bath unterwegs; Stunden später sammelte ihn ein Bauer auf seinem niedergetrampelten Feld auf. Mit abgelaufenen Schuhen, in zerrissenen Kleidern war er so verstört, dass man ihn nach Bedlam bringen musste. Von seinem Pferd fehlt noch immer jede Spur. Ich schreibe dies während der Professor seinen Koffer packt, man hat ihn gebeten, sich die Ruinen anzusehen – niemand traut sich, die Gegend zu betreten, seit man den Gerichtsdiener fand. Am liebsten würde ich mit dem Professor tauschen!  Aber ich darf natürlich nicht mit. Er brauche mich hier, in der Nähe seiner Bücher. Als ob ich dort nicht die ganze Zeit wäre. Außerdem vertraut er mir einen Schlüssel für seinen Sekretär an, für den Fall der Fälle. Doch was soll ihm schon geschehen, er reist mit Kollegen in einer edlen Kutsche, fertigt aus sicherer Entfernung ein paar Skizzen an und wird vermutlich dem König persönlich Bericht erstatten bei seiner Rückkehr.

Was haltet Ihr von diesen Entwicklungen? Wie soll ich mich verhalten?